Das Netz

Eine Kritik von Taxi Driver

Filmdaten

Deutscher Titel Das Netz
Originaltitel The Net
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1995
Länge 109 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Irwin Winkler
Drehbuch John D. Brancato
Michael Ferris
Produktion Irwin Winkler
Rob Cowan
Musik Mark Isham
Kamera Jack N. Green
Schnitt Jimmy Giritlian
Richard Halsey
Besetzung
  • Sandra Bullock: Angela Bennett
  • Jeremy Northam: Jack Devlin
  • Dennis Miller: Dr. Alan Champion
  • Diane Baker: Mrs. Bennett
  • Wendy Gazelle: Ruth Marx
  • Ken Howard: Michael Bergstrom
  • Ray McKinnon: Dale Hessman

Handlung: 

Die Computerexpertin Angela Bennett ist ein isoliert lebender Mensch, die ihre Pizza über das Internet bestellt und kaum Kontakt zu den Nachbarn hat. Die einzige soziale Bezugsperson ist ihre an Alzheimer erkrankte Mutter, die aber aufgrund der Krankheit ihre Tochter nicht wiedererkennen kann. Bennett arbeitet bei der Softwarefirma Cathedral von zu Hause aus, sodass sie ihre Arbeitskollegen nur über das Internet oder das Telefon kennt. Eines Tages erhält sie von einem Kollegen eine mysteriöse Diskette zugespielt, mit deren Hilfe sie sich plötzlich auf Internetseiten mit geheimen Informationen wiederfindet. Kurz darauf stirbt ihr Kollege bei einem Flugzeugabsturz.

Ein Killer wird auf sie angesetzt, der sich bei ihr einschmeichelt, um zunächst die Diskette mit dem geheimnisvollen Programm zu vernichten. Nachdem Angela Bennett dem Killer – leider ohne ihre Ausweispapiere – entkommen konnte, bemerkt sie, dass jemand ihre persönlichen elektronischen Daten und ihre Identität verändert und u. a. das Strafregister der geänderten Identität mit einigen Delikten wie etwa einem Drogendelikt versehen hat. Ihr Leben wird dadurch zum Albtraum, da niemand ihre wahre Identität bezeugen kann. Mit einer vom Killer in alle möglichen Computerdatenbanken eingetragenen falschen Identität wird sie schließlich noch von der Polizei gejagt.

Sogar die einzige ihr vertraute Person, ihr ehemaliger Psychologe und Geliebter, wird vom Killer mit manipulierten Gesundheitsdaten und daraus resultierenden falschen Behandlungen durch Ärzte getötet. Sie findet schließlich heraus, dass das geheimnisvolle Programm ein als Schutzprogramm getarntes Trojanisches Pferd ist, mit dem sich eine Hackergruppe, die sich „Prätorianer“ nennt, Zugang zu wichtigen Computernetzen verschaffen kann. Dieselbe Gruppe ist es auch, die unerkannt nach und nach wichtige Computernetze angreift, um hinterher ihr vermeintliches Schutzprogramm an die attackierten Firmen und Behörden als angebliche Sicherheitslösung zu verkaufen. Der Killer benutzt ebenfalls dieses Programm gegen die Protagonistin.

An ihrem Arbeitsplatz ist sie inzwischen durch eine Doppelgängerin ersetzt worden. Letztlich gelingt es Angela Bennett, von dort aus unbemerkt Beweise gegen den Anbieter des „Schutzprogramms“, einen Unternehmer namens Jeff Gregg, und gegen die Prätorianer zu sammeln und sie per E-Mail dem FBI zukommen zu lassen. Danach wird sie weiter vom Killer und ihrer Doppelgängerin verfolgt, wobei der Killer die Doppelgängerin aus Versehen erschießt und er selbst von Angela mit einem Feuerlöscher angegriffen wird und in die Tiefe stürzt.

Jeff Gregg kann nun die Verbindung zu den Hackern nachgewiesen werden und er wird festgenommen, Angela Bennett kann in ihr altes Leben zurückkehren. In der letzten Szene kümmert sie sich um ihre an Alzheimer erkrankte Mutter.

Kurzkritik: 

Ein zeitloser Klassiker aus den 90er Jahren in dem Sandra Bullock von bösen Computer-Hackern das Leben schwer gemacht wird.

Ich LIEBE ja das US-amerikanische Kino der 90er Jahre. Meine Kindheit: Hulk Hogan, z. B. mit Thunder in Paradise oder diese ganzen Kloppe-Filme die er gemacht hat. Alle diese Filme aus dem 90ern haben so eine ganz spezielle Atmo ihres eigenen Jahrzehnts wie es das zuvor und auch danach nie wieder gab. Die aufstrebende Computerindustrie die es schaffte einem jeden einen Heim Computer ins Wohnzimmer zu stellen wird hier gezeigt.

CYBERCRIME! Ein ganz neues Filmgenre tritt hier erstmals breit auf die Fernsehschirme. Dieses Themenfeld brachte eine vielzahl netter kleiner Filme wie diesen hervor. Und Das Netz gehört zu einem meiner Lieblingsfilme in dieser Ecke.

Dieser Film hat einfach alles was man sich als Kind in so einen Streifen hineinwünscht: „Irgendwas mit Computern“ (ganz toll: viele bunte Bildchen so wie man sich als Kind die „Echte Computerwelt der Hacker drünben in den Staaten vorgestellt hat), recht passable Action, eine Hauptdarstellerin mit deren Rolle man sich identifizieren kann, Sex, Crime, usw.

Nein, Ich muss zugeben dass das wirklich einer meiner Lieblingsfilme ist, auch wenn man zugeben muss dass er, wenn man die rosarote Kindheits-Erinnerungen-Brille absetzte, wahrlich kein Meisterwerk seiner Zeit ist (Rotten Tomatoes: 36 %, basierend auf 47 Kritiken. Metacritic: Metascore von 51, basierend auf 22 Kritiken).

Dennoch: Immer wieder nettes 90er-Atmo-Kino.

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